Erlaubst du dir glücklich zu sein?

Hast Du Dir schon einmal darüber Gedanken gemacht, dass Deine Haltung wie Du durch Dein Leben gehst ganz viel mit "Erlaubnis" zu tun hat?

Ich meine nicht die Erlaubnis durch andere Menschen, aus dem Außen. Ich meine die Erlaubnis durch dich selbst.

Nicht selten ist es so, dass Menschen die einen Verlust erlitten haben sich nicht erlauben glücklich zu sein. Aber wer sagt denn, dass neben einer Trauer nicht auch Glück möglich ist? Dass es in einer Trauer nicht auch glückliche Momente geben kann?

Oder wenn es jemanden aus seinem Umfeld nicht gut geht, dann erlauben sich auch manche Menschen nicht ihre Leichtigkeit diesen Menschen gegenüber zu leben. Helfen wir dem Menschen dem es gerade schlecht geht damit, wenn wir ebenfalls Schwere in unser Leben holen?

Erlaubst du dir, dass es dir gut geht? So, dass du das auch in jeder deiner Zellen fühlst und lebst?

Ich möchte dir eine Geschichte erzählen die sehr anschaulich verdeutlicht was eine Erlaubnis für Veränderungen hervorrufen kann.

Es ist schon ein paar Jahre her da kam ein junger Mann Anfang 30 wegen eines Burnout in meine Praxis. Während des Vorgespräches konnte er keine Sekunde ruhig auf seinem Stuhl sitzen. Er zappelte herum, schaute sich nervös um und war sehr fahrig. Zu dem Zeitpunkt war er angestellt bei seinem Vater in dessen Unternehmen. Er spürte, dass er den Erwartungen seines Vaters nicht gerecht werden konnte. Er versuchte immer mehr zu geben, aber es war nie genug. Die Folge davon saß mir gegenüber.

Wenn jemand der erste Mal zu mir kommt lasse ich gerne seinen Körper über das Neuroemotionale Integrationssystem seine Geschichte erzählen. In diesem Fall war mir klar, dass er mir keine Sekunde auf der Liege liegenbleiben würde. Also habe ich Bodenanker geschrieben. Das sind Zettel, auf die sich der Patient stellt und wahrnimmt wie es ihm auf diesem Zettel mit einer bestimmten Botschaft geht. Ich habe mit offenen Bodenankern gearbeitet, das heißt er konnte das lesen was auf den Zetteln stand. Die Frage die ich ihm gestellt habe lautete "Was für eine Zeit brauchen Sie um gesund zu werden?". Auf dem ersten Zettel stand "eine Woche", auf dem zweiten Zettel stand "ein Monat". Dann kam "ein halbes Jahr", "ein Jahr" und ein "?" auf dem letzten Zettel. Er stelle sich nacheinander auf die Zettel und nichts fühlte sich richtig für ihn an. Bis er zu dem Fragezeichen kam. Er schaute mich fragend an und ich fragte ihn erneut als er auf dem Zettel stand "wie lange brauchen Sie um gesund zu werden? Welcher Zeitraum fühlt sich richtig für Sie an?". "Ganz ehrlich?" fragte er dann. "Ganz ehrlich. Wir sind unter uns" erwiderte ich. "Zwei Jahre" platzte es dann aus ihm heraus. "Ich brauche zwei Jahre um wieder gesund zu werden." Es war unglaublich was dann passiert ist. mit dem Aussprechen der Zahl und der inneren Erlaubnis, dass es zwei Jahren dauern darf bis er wieder gesund ist fiel die gesamte Anspannung von ihm ab. Ich konnte ihn danach auf der Liege behandeln und nach weiteren zwei Behandlungen hat er mich nicht mehr gebraucht.

Er hat das Gespräch mit seinem Vater gesucht, ist aus der Firma ausgestiegen und hat angefangen SEIN Leben zu leben und nicht mehr die Erwartungen Anderer an ihn. Es bedurfte lediglich einer Erlaubnis zu sich und seinem Leben. Eine Erlaubnis sich die Zeit zu nehmen die sich richtig angefühlt hat um wieder im Leben anzukommen.

Ich lade die Frage der Erlaubnis oft in mein Leben ein und kann dadurch einiges lösen. Und vielleicht magst du dich ja auch fragen: erlaube ich mir auf allen Ebenen MEIN Leben in Gesundheit und Leichtigkeit zu leben? Probiere es gerne aus, es macht einen Unterschied.

Deine Imke


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